Als das Kirchlein am Meer erstmals 1240 urkundlich erwähnt wurde, umfasste der Bau vermutlich nur den heutigen Altarraum. Gebaut hat man - wie im Norden aus Mangel an Sandstein üblich - mit Backstein. Aus dieser frühen Zeit stammen auch die beiden ältesten Ausstattungsgegenstände der Kirche: Die Triumphkreuze über dem Chorbogen und auf dem Altar.
Ein zweiter Bauabschnitt erfolgte im 15. Jahrhundert:
Das Kirchenschiff wurde angebaut und ab dem 16. Jahrhundert mit dem Gestühl bestückt. Taufstein und der heutige Altartisch kamen als Ausstattungsgegenstände dazu, ebenso wie die 14 Apostelfiguren, die womöglich einmal den gotischen Flügelaltar geschmückt haben.
Im 18. Jahrhundert gestaltete man den Innenraum neu:
Eine Empore wurde eingezogen und mit Bildern geschmückt. Eine reich geschnitzte Kanzel, ein Deckel für den Taufstein, ein Handtuchhalter sowie ein Messingleuchter runden die barocke Ausstattung ab. Die 14 Apostelfiguren erhielten ihren Platz in einem eigens für sie gestalteten Fries, während der Flügelaltar mit Bildtafeln geschmückt wurde.
Auch den Glockenturm baute man in die Höhe. Dabei wollte man zu hoch hinaus: 1780 stürzte der Turm ein und wurde 1785 in seiner heutigen Gestalt wieder errichtet. Seitdem ruft bis heute die Glocke die Menschen zum Gottesdienst.
Als letzte bauliche Veränderung vermauerte man Ende des 19. Jahrhunderts die alten Nord- und Südportale und schuf den Eingangsraum der Kirche so, wie er sich heute präsentiert und auf dem Grundriss zu sehen.
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Kirchlein am Meer
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